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DevLog #1 26. Januar 2026
509 Wörter 3 Min. Lesezeit

Warum ich Atlas baue – Von der Idee zum Hobby-Projekt

Zeigt die technische Entwicklung von Röhren-Monitor über Laptop zu futuristischer Holo-Darstellung eines Programms
Quelle: Google Gemini/KI erstellt

Es fing mit einem ziemlich banalen Problem an: Ich brauchte Produktdaten aus der Intersport-Schnittstelle und unsere Warenwirtschaft bot keine direkte Anbindung dafür. Meine erste Lösung? Ein Terminal-Skript. Funktional, aber nicht gerade elegant. Dann kam eine Django-Anwendung für das lokale Netzwerk – schon besser, aber immer noch weit entfernt von dem, was ich mir vorstellte. Und genau in diesem Moment dachte ich mir: "Das muss doch auch hübscher und benutzerfreundlicher gehen."

So wurde aus einem simplen Datenimport-Tool das Projekt Atlas.

Von Skripten zu Systemen

Mein Weg in die Entwicklung war alles andere als klassisch. Ich habe mir das Programmieren selbst beigebracht – angefangen mit HTML, CSS und Laravel PHP. Später bin ich auf Python umgestiegen, weil mir der Aufbau und die Syntax einfach zugänglicher erschienen. Über die Jahre habe ich eine Menge Terminal-Skripte geschrieben, kleine Automatisierungen gebaut und irgendwann das erste Mal Django ausprobiert.

Aber ehrlich gesagt: Einen richtigen Schub bekam das alles erst mit dem Aufkommen von KI-Tools. Heute entwickle ich hauptsächlich mit KI-Unterstützung, weil mir in den meisten Fällen einfach das tiefe technische Wissen fehlt und ich meine Ideen anders niemals so schnell umsetzen könnte. Deshalb betrachte ich mich auch weniger als "Entwickler" im klassischen Sinne – eher als eine Art Architekt, der Probleme versteht, Lösungen konzipiert und die richtigen Werkzeuge orchestriert.

Das Problem mit Standard-Software

Wer in digitalen Bereichen und viel mit verschiedener Software arbeitet, kennt das Problem vielleicht: in den meisten Fällen funktioniert der Workflow irgendwie, aber läuft auch nicht 100% rund.

Da ich keine Lust auf komplizierte Workarounds habe, entwickle ich in Atlas Workflows, die dort weitermachen, wo andere Software aufhört. Ein PIM, das genau versteht, wie Fashion Retail funktioniert. Ein Datenimport-Tool, das meine spezifischen Schnittstellen kennt. Eine AI-Integration, die ich in verschiedenen Kontexten nutzen kann. Ein Look-Builder, der aus Artikeln Outfits erstellt.

Atlas ist die Brücke zwischen Standard-Software und meinem tatsächlichen Bedarf.

Warum Build in Public?

Lange Zeit habe ich diese Tools für mich entwickelt, intern genutzt und nicht weiter darüber gesprochen. Aber je mehr ich baute, desto klarer wurde mir: Diese Probleme habe nicht nur ich. Andere Leute im Bekleidungshandel, andere Hobby-Entwickler, andere "Digitalisierungsexperten" in traditionellen Branchen, sie alle stoßen vermutlich auf ähnliche Herausforderungen.

Deshalb habe ich mich entschieden, den Entwicklungsprozess öffentlich zu machen. Nicht weil Atlas perfekt ist (ist es definitiv nicht), sondern weil ich glaube, dass der Weg – mit allen Fehlern, Umwegen und Learnings – auch für andere wertvoll sein kann.

Außerdem bin ich neugierig, ob ich hier etwas entwickle, das auch für andere relevant sein könnte? Gibt es Anwendungsfälle, an die ich noch gar nicht gedacht habe? Und vielleicht entsteht ja durch den Austausch auch etwas Größeres daraus.

Was du hier erwarten kannst

In diesem Blog werde ich transparent über die Entwicklung von Atlas berichten: technische Entscheidungen, Architektur-Überlegungen, gescheiterte Experimente und konkrete Features. Ich werde zeigen, wie ich als ohne klassische Entwickler-Ausbildung eine komplexe Webanwendung baue.

Das richtet sich an Leute wie mich – Quereinsteiger, Hobby-Entwickler, Menschen aus der Fashion-Branche, die sich für Tech interessieren, oder einfach alle, die neugierig sind, wie man mit modernen Tools auch ohne Informatikstudium komplexe Lösungen bauen kann.

Atlas ist mein Lernprojekt, meine Toolsammlung und vielleicht irgendwann auch ein Produkt.

# Tags: DevLog build-in-public

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