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DevLog #4 16. April 2026
383 Wörter 2 Min. Lesezeit

Vom Schnappschuss zum Produktfoto: KI-gestützte Produktfotografie im PIM

Titelbild mit Vorher - Nachher Vergleich eines T-Shirts

Produktfotografie im Fashion-Retail ist ein echtes Kostenproblem. Die Ware muss gebügelt sein, du brauchst einen Ghosting-Torso, ordentliches Licht, eine gute Kamera – und am Ende müssen die Bilder noch sauber mit den richtigen Artikeln verknüpft werden. Für saisonale Ware, die vielleicht nur wenige Wochen im Sortiment ist, lässt sich das kaum rentabel abbilden.

Gerade für Artikel, für die ich von externen Anbietern keinen Content bekomme, war das lange Zeit ein Problem in Atlas. Das ändert sich gerade mit einer neuen Funktion im PIM, die einfache Smartphone-Schnappschüsse mit KI verbessert.

Der Workflow: Barcode scannen, Foto schießen, fertig

Die Idee dahinter ist so simpel wie möglich zu halten. Ich rufe auf dem Mobilgerät die Listenansicht des PIM auf. Für Mobile ist die UI bewusst reduziert, nur das Nötigste. Dort scanne ich den Barcode des Artikels direkt über die Kamera. Atlas sucht den Artikel, zeigt ihn an, und ich lande auf der Detailseite.

Von dort aus kann ich ein Bild hochladen oder direkt mit der Kamera aufnehmen. Der Artikel muss dafür nicht perfekt sein, auf einem Bügel hängen reicht, oder flach auf dem Boden liegen, solange der Hintergrund halbwegs sauber ist. Den Rest übernimmt die KI.

Das Bild wird im Upload-Prozess automatisch zu einem professionellen Produktfoto aufbereitet. Freigestellt, aufgeräumt, verwendbar. Und direkt mit dem Artikel verknüpft. Wenn alles gut läuft, dauert das keine Minute.

Was die KI daraus macht

Der Unterschied zwischen Eingabe und Ergebnis ist deutlich. Ein Schnappschuss auf dem Boden mit einem Hemd das nicht ganz faltenlos ist, wird zu einem freigestellten Produktbild das sich nicht von extern geliefertem Content unterscheidet. Zumindest für den Zweck, den ich hier verfolge: eine brauchbare Bildgrundlage für Artikel ohne externen Content.

Das ist kein Ersatz für professionelle Produktfotografie. Aber für kleine Brands die keinen oder wenig Content bieten, oder Eigenmarken ist es eine Lösung, die tatsächlich in den Alltag passt.

Smartphone Schnappschuss eines T-Shirts
Ki generiertes Produktbild eines T-Shirts
Schnappschuss eines T-ShirtsKI erstelltes Produktfoto aus dem Schnappschuss

Was noch fehlt

Aktuell gibt es noch eine Einschränkung, die mich etwas beschäftigt: Die KI interpretiert jedes hochgeladene Bild automatisch als Frontansicht. Das stimmt in vielen Fällen, aber eben nicht immer. Rückseiten, Detailaufnahmen von Materialien oder besonderen Features, das geht im Moment noch verloren.

Der nächste Schritt ist daher eine einfache Auswahlmöglichkeit vor dem Upload: Vorderseite, Rückseite oder Detailaufnahme. Klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber einen echten Unterschied in der Datenqualität. Gerade wenn Produktbilder in mehreren Ansichten vorliegen sollen.

Das kommt als nächstes.

# Tags: DevLog build-in-public

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