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DevLog #2 28. Januar 2026
561 Wörter 3 Min. Lesezeit

Mein Tech-Stack: Womit ich Atlas baue

Logos verschiedener Technologien wie Python, PostgreSQL auf einem technisch anmutenden Hintergrund
Quelle: Chat GPT/KI erstellt

Bevor Atlas in seiner jetzigen Form entstand, gab es mindestens 5-6 Anläufe für ähnliche Anwendungen. Alle wieder verworfen. Jedes Mal habe ich etwas gelernt, jedes Mal wurde klarer, was ich wirklich brauche und was nur unnötiger Ballast ist.

Mein aktueller Tech-Stack von Atlas ist nicht perfekt, nicht trendy, aber verdammt praktisch für das, was ich damit vorhabe.

Backend: Python & Django – Die solide Basis

Die Entscheidung für Python war ziemlich fundamental. Ich hatte vorher mit PHP/Laravel gearbeitet, aber irgendwann machte es bei Python einfach "Klick". Die Syntax ist einfach, logisch und aufgeräumt (die ganzen Semikolons in PHP haben mich wahnsinnig gemacht). Und das Schöne: Über das Terminal konnte ich mir schnell Ergebnisse anzeigen lassen und verstehen, was mein Code eigentlich macht.

Django als Framework war dann der nächste logische Django bringt von Haus aus eine Menge Funktionen mit wie User Management, Admin Interface, ORM, Forms, die du nutzen kannst, aber nicht musst. Diese Flexibilität finde ich extrem wertvoll. Ich muss nicht alles so machen wie es das Framework will, habe aber immer eine gut durchdachte Grundlage an der Hand auf die ich zurückgreifen kann.

Es hat etwas gedauert, bis ich das Model-View-Controller Muster verstanden habe, aber sobald man sich daran gewöhnt hat bringt es eine Menge Ordnung in die Architektur eines Programms. Django nutzt eine Anlehnung an dieses Muster: Model-View-Template.

Datenbank: PostgreSQL – Flexibilität wo es drauf ankommt

Als Datenbank setze ich auf PostgreSQL. Der Hauptgrund? Flexibilität bei den Modell-Feldern. PostgreSQL unterstützt Datentypen wie JSON-Felder, die andere Datenbanken nicht oder nur eingeschränkt bieten. Gerade im Fashion-Bereich, wo Produktdaten oft komplex und unstrukturiert sein können (Varianten, Farben, Passformen), ist diese Flexibilität Gold wert.

Ich muss nicht alles in starre Tabellen pressen, manchmal brauche ich einfach ein JSON-Feld, das dynamische Daten aufnehmen kann.

Frontend: TailwindCSS + AlpineJS – Leichtgewichtig & effektiv

Hier weiche ich vermutlich von vielen modernen Web-Apps ab: Ich nutze keine React, Vue oder andere "schwergewichtige" Frameworks. Stattdessen setze ich auf TailwindCSS, AlpineJS und JavaScript.

Warum? Weil es für Atlas völlig ausreicht.

Bevor ich auf Tailwind umgestiegen bin, habe ich Bootstrap genutzt. Bootstrap ist solide, aber irgendwann fühlte es sich zu starr an. Mit Tailwind habe ich deutlich mehr Flexibilität beim Styling, ich kann Komponenten genau so gestalten, wie ich sie brauche.

AlpineJS war ein echter Game-Changer für mich. Es ist leichtgewichtig, einfach zu lernen und du bekommst damit schnell schöne UI-Effekte hin: Dropdowns, Modals, dynamische Sichtbarkeiten. Für jemanden wie mich, der kein JavaScript-Profi ist (und es auch nie werden wird), ist Alpine ein Segen.

Ich habe auch HTMX ausprobiert, weil es viel gelobt wird. Ich bin ehrlicherweise damit nicht klargekommen. Das Arbeiten mit vielen kleinen, einzelnen HTML-Dateien hat für mich einfach nicht funktioniert.

Entwicklungsumgebung: GitHub Codespaces

Als IDE nutze ich Visual Studio Code in einem GitHub Codespace. Das bedeutet, die gesamte Entwicklungsumgebung läuft im Browser, keine lokale Installation nötig. Ich kann von überall darauf zugreifen und der Setup-Aufwand ist minimal.

Für mich ist das völlig ausreichend und extrem flexibel. Ich kann morgens vor der Arbeit am Desktop-Rechner zu Hause arbeiten, in meiner Mittagspause am Laptop weitermachen und abends am iPad noch ein paar Dinge checken. Alles synchronisiert, keine Versionskonflikte.

Warum dieser Stack funktioniert

Mein Tech-Stack ist wahrscheinlich nicht das, was man in einem typischen "Modern Web Development"-Artikel lesen würde. Kein Next.js, kein TypeScript, kein Kubernetes. Es geht mir bei Atlas auch nicht darum einen trendy Stack zu lernen, sondern um Probleme aus meinem Arbeitsalltag zu lösen. Die Tools sind für mich verständlich und auch ohne jahrelange Erfahrung nutzbar.

# Tags: DevLog build-in-public

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