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Looks #7 27. Juli 2026
491 Wörter 3 Min. Lesezeit

Looks im Überblick: Der virtuelle Showroom für komplette Outfits

Drei Modenschauen für die Herbst/Winter-Saison 2025 habe ich moderiert, live vor Publikum, mit je 10 Models in 4 Durchläufen. Macht 40 Outfits pro Show, zu denen ich jeweils etwas erzählen musste. Für drei Shows ging das noch gut. Als für Frühjahr/Sommer 2026 sechs Shows mit komplett unterschiedlichen Models und Outfits angesetzt waren, war klar: So skaliert das nicht mehr. Daraus ist die Looks App entstanden.

Warum eine App für Outfits nötig wurde

Die manuelle Recherche zu jedem einzelnen Artikel wurde mit steigender Show-Anzahl zum Flaschenhals. Bis dahin sah mein Arbeitsvorgang so aus: Zu jedem Artikel in einem Outfit ein paar Stichpunkte recherchieren und aufschreiben, mal 40 Outfits, mal mehr. Das lässt sich für eine Handvoll Shows noch von Hand stemmen. Bei sechs Shows mit über 200 Outfits insgesamt nicht mehr. Die Idee war deshalb, auf den Produktdaten aus dem PIM aufzubauen und die Outfits zu speichern, die meine Kolleginnen bereits kuratiert hatten. Aus den Produktbildern sollte dann eine KI die Texte in meinem Stil schreiben, statt dass ich jeden Artikel einzeln durchgehe.

Was die Looks App kann

Sie bildet Kollektionen, einzelne Looks und die darin enthaltenen Artikel ab und verbindet das mit KI-gestützter Text- und Bilderstellung. Konkret lege ich zuerst eine Kollektion an, mit Namen, Datum und Status. Darin sammle ich beliebig viele Looks. Zusammengebaut wird ein Look im sogenannten Look-Builder: Ich suche Artikel per Artikelnummer, Name oder EAN und ziehe sie in die passende Rubrik, Kopf, Oberkörper, Unterkörper, Füße oder Accessoires. Unterwegs mit dem Smartphone geht das auch per Kamera, indem ich den Barcode vom Etikett scanne und der Artikel direkt der richtigen Rubrik zugeordnet wird.

Aus einem fertigen Look lässt sich dann per KI und Bilderkennung der Produktbilder Text erzeugen, für meine Moderation der Modenschau ebenso wie für Social Media oder Lookbooks. Was sich erst im Laufe der Entwicklung ergeben hat: Eine KI kann inzwischen auch Bilder erzeugen, auf denen echte oder fiktionale Models das jeweilige Outfit tragen. Und weil wir im Marketing für die Modenschauen bisher jedes Outfit von Hand in Photoshop freigestellt haben, was selbst mit guten Photoshop-Kenntnissen seine Zeit braucht, habe ich einen Canvas-Editor eingebaut, in dem Produktbilder automatisch freigestellt und anschließend zum kompletten Outfit angeordnet werden.

Auszug aus dem Look-Builder

Wie sich der Einsatz in der Praxis geschlagen hat

Bei den sechs Shows für Frühjahr/Sommer 2026 mit insgesamt über 200 Outfits hat sich mein Zeitaufwand pro Show von rund 10 auf 3 bis 4 Stunden reduziert, trotz laufender Programmierarbeiten und Bugfixes. Darin enthalten sind auch die Freisteller-Bilder für das Marketing, die ich im Jahr davor gar nicht erstellt hatte. Ganz rund läuft es noch nicht: Manche Inhalte brauchen Feintuning, und Korrekturlesen sollte man nicht überspringen, weil bei den KI-Texten in seltenen Fällen einfach Unsinn rauskommt. Bei den Bildern und Texten bin ich aber zuversichtlich, dass sich das mit neueren KI-Modellen kurzfristig weiter verbessert.

Die Looks App ist damit weniger ein fertiges Produkt als ein Werkzeug, das sich an meinem echten Arbeitsalltag weiterentwickelt. Zu den KI-Models, der Bildgenerierung und dem Canvas-Editor folgen eigene, tiefere Beiträge.

# Tags: Looks build-in-public

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